Einige hier wollen scheinbar unbedingt in die GKV zurück.
Aber selbst wenn das in der Konstellation Familienversicherung möglich sein sollte, in der KVdR wird man nicht landen.
Wie attraktiv ist das denn dann wirklich?
Man zahlt ja dann Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungsbeiträge auf Rente, Betriebsrente, und auch auf andere Einnahmen wie Mieten, Zinsen, Dividenden.
Wenn ich das jetzt mit dem Standardtarif in der PKV vergleiche, der oft bei 200 - 300 EUR liegt, dann kann das ja nur bei sehr geringen Gesamteinnahmen attraktiv sein.
Und man ist dann natürlich wieder der Willkür der Politiker hinsichtlich Leistungseinschränkungen, Kontaktgebühren oder was auch immer ausgeliefert.
Familienversicherung ab 01.01.2026 für langjährig PKV-Versicherte über 55 Jahre
Moderatoren: Rossi, Czauderna, Frank
Re: Familienversicherung ab 01.01.2026 für langjährig PKV-Versicherte über 55 Jahre
Die meisten sind angestellt gewesen und haben nichts anderes als ihre Rente. Das wird der klassische Fall sein.
Der Standardtarif kostet bei meiner Versicherung etwa 800 Euro. Ich hatte da vor 2 Jahren mal angefragt (siehe auch der andere Thread im PKV-Teil dieses Forums).
Und dann können sehr viele diesen Tarif aufgrund eines Tarifwechsels in der Vergangenheit nicht mehr nutzen.
Aber ja, zur Not muss der STN dann herhalten. Bei mir wären das 400 Euro Aufpreis im Vergleich zur GKV bei einer Rente von 3000 Euro im Jahr 2030.
Der Standardtarif kostet bei meiner Versicherung etwa 800 Euro. Ich hatte da vor 2 Jahren mal angefragt (siehe auch der andere Thread im PKV-Teil dieses Forums).
Und dann können sehr viele diesen Tarif aufgrund eines Tarifwechsels in der Vergangenheit nicht mehr nutzen.
Aber ja, zur Not muss der STN dann herhalten. Bei mir wären das 400 Euro Aufpreis im Vergleich zur GKV bei einer Rente von 3000 Euro im Jahr 2030.
Re: Familienversicherung ab 01.01.2026 für langjährig PKV-Versicherte über 55 Jahre
Ich glaube nicht, dass ein Angestellter ohne private Altersvorsorge der klassische Fall ist. Der hat schließlich sehr viele Jahre gut verdient (oberhalb der Versicherungspflichtgrenze). Es sind eher die ehemaligen Selbständigen, die ihre Altersvorsorge vernachlässigt hatten.
Re: Familienversicherung ab 01.01.2026 für langjährig PKV-Versicherte über 55 Jahre
Hallo,
ja, da kann ich @RolandPKV nur zustimmen - es waren und wahrscheinlich, sind es auch noch, überwiegend die ehemals Selbständigen, die im Alter den Weg zurück in die GKV gehen wollen, weil es Ihnen in der PKV letztendlich zu teuer ist. Tatsache ist aber auch, dass sehr viele dieser Betroffenen seinerzeit ausschließlich wegen der günstigen Beiträge die GKV verlassen haben oder auf die Möglichkeit der Mitgliedschaft dort verzichtet haben. Das war eben damals auch schon so, dass bei der Entscheidung pro PKV das Einkommen keine Rolle spielte, sich bei den Betroffenen aber jetzt ins Gegenteil verwandelt hat. Da war (ist), eine mögliche Familienversicherung in manchen Fällen so ziemlich der letzte Rettungsanker.
Gruss
Czauderna
ja, da kann ich @RolandPKV nur zustimmen - es waren und wahrscheinlich, sind es auch noch, überwiegend die ehemals Selbständigen, die im Alter den Weg zurück in die GKV gehen wollen, weil es Ihnen in der PKV letztendlich zu teuer ist. Tatsache ist aber auch, dass sehr viele dieser Betroffenen seinerzeit ausschließlich wegen der günstigen Beiträge die GKV verlassen haben oder auf die Möglichkeit der Mitgliedschaft dort verzichtet haben. Das war eben damals auch schon so, dass bei der Entscheidung pro PKV das Einkommen keine Rolle spielte, sich bei den Betroffenen aber jetzt ins Gegenteil verwandelt hat. Da war (ist), eine mögliche Familienversicherung in manchen Fällen so ziemlich der letzte Rettungsanker.
Gruss
Czauderna
Re: Familienversicherung ab 01.01.2026 für langjährig PKV-Versicherte über 55 Jahre
Czauderna hat geschrieben:Hallo,
ja, da kann ich @RolandPKV nur zustimmen - es waren und wahrscheinlich, sind es auch noch, überwiegend die ehemals Selbständigen, die im Alter den Weg zurück in die GKV gehen wollen, weil es Ihnen in der PKV letztendlich zu teuer ist.
Das Argument unterstreicht aber "nur" die Dringlichkeit, da die ehemaligen Selbstständigen keine Rente von der DRV bekommen.
Über die Hälfte der Vollversicherten (53,1 %) sind Beamte oder beihilfeberechtigte Angehörige.
Selbstständige & Freiberufler: 22,4 % der Vollversicherten
Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze: 19,8 % der Vollversicherten
Damit beträgt der zahlenmässige Unterschied zwischen den Selbstständigen und den Angestellten nur 2,6% aller Vollversicherten.
Ein ehemaliger Angestellter hat in der Regel keine private Altersvorsorge. Die meisten haben auch "nur" Ihre Rente, die, zugegeben, hoch ausfällt. Der Angestellte hat zwar jahrelang gut verdient, das heisst aber nicht, dass er das Geld auch in eine private Rentenversicherung gesteckt hat, denn gerade der wusste ja dass er später eine gute Rente bekommt. Wer 35 Jahre als Ingenieur über der Versicherungspflichtgrenze verdiente, der kann eine Rente von etwa 3000 Euro erwarten. Und genau deshalb musste der Selbstständige eher privat vorsorgen als der Angestellte.
Ciao
SCT
Re: Familienversicherung ab 01.01.2026 für langjährig PKV-Versicherte über 55 Jahre
Wenn der Angestellte in der Regel keine private Altersvorsorge hat, wem gehören dann die ca. 84 Millionen privaten Lebens- bzw. Rentenversicherungen? Von den Leuten, die eine Wohnung vermieten, die ihr Geld in Aktien investiert haben usw. ganz zu schweigen. Fast alles bei den Selbständigen und Beamten?
Re: Familienversicherung ab 01.01.2026 für langjährig PKV-Versicherte über 55 Jahre
Wieder zurück in die GKV kommen zu wollen kann viele Ursachen haben:
- Gehaltseinbußen wegen Krankheit oder (längerer) Teilzeit
- geänderte familiäre Planungen (auf einmal wird der überzeugte Single Oberhaupt einer größeren Familie)
- Verlust des hoch bezahlten Jobs in einem nicht mehr so gefragten Gebiet
- die späte Erkenntnis des Selbstständigen, dass man nicht genug für die Altersvorsorge gemacht hat oder man musste zur Rettung der Firma die Rücklagen versilbern
- man hatte es schlicht nicht auf dem Radar, dass die Beiträge entsprechend dem Alter steigen
- man hat gedankenlos öfters oder spät den Versicherer gewechselt
usw.
Der Standard- bzw. Basistarif kann der Notnagel sein, dass die Beiträge nicht open end steigen. Wenn man sich durch dieses Forum liest kommt man aber zu dem Ergebnis, dass diese Tarife schnell am oberen Deckel landen können. Im Vergleich zu einer "normalen" Rente wird man das merken. Aber klar: wenn alles gut läuft und man alle drei Säulen brav ohne Lücken für's Alter angespart hat, ist der Unterschied GKV/PKV in der Rente in den Tarifen nicht sehr groß. Vor allem, wenn man schlau genug war, in den jungen Jahren die gesparten Beiträge in die zweite/dritte Säule zu packen und nicht in die neuen Felgen für den M3 investiert
BTW: die KVdR schont die Betriebsrente nicht, im Gegenteil, da darf man den vollen Satz dafür bezahlen.
Man sollte aber auch sehen, dass das alles nur den aktuellen Stand abbildet. Die Politik wird früher oder später gezwungen sein, in allen vier Zweigen der Sozialversicherungen einschneidende Änderungen vorzunehmen. Daher ist nicht absehbar, wie die Spielregeln in 2, 5 oder 10 Jahren aussehen werden. Mit mehr Schulden wird man die Probleme nicht mehr lange zuschütten können.
- Gehaltseinbußen wegen Krankheit oder (längerer) Teilzeit
- geänderte familiäre Planungen (auf einmal wird der überzeugte Single Oberhaupt einer größeren Familie)
- Verlust des hoch bezahlten Jobs in einem nicht mehr so gefragten Gebiet
- die späte Erkenntnis des Selbstständigen, dass man nicht genug für die Altersvorsorge gemacht hat oder man musste zur Rettung der Firma die Rücklagen versilbern
- man hatte es schlicht nicht auf dem Radar, dass die Beiträge entsprechend dem Alter steigen
- man hat gedankenlos öfters oder spät den Versicherer gewechselt
usw.
Der Standard- bzw. Basistarif kann der Notnagel sein, dass die Beiträge nicht open end steigen. Wenn man sich durch dieses Forum liest kommt man aber zu dem Ergebnis, dass diese Tarife schnell am oberen Deckel landen können. Im Vergleich zu einer "normalen" Rente wird man das merken. Aber klar: wenn alles gut läuft und man alle drei Säulen brav ohne Lücken für's Alter angespart hat, ist der Unterschied GKV/PKV in der Rente in den Tarifen nicht sehr groß. Vor allem, wenn man schlau genug war, in den jungen Jahren die gesparten Beiträge in die zweite/dritte Säule zu packen und nicht in die neuen Felgen für den M3 investiert
BTW: die KVdR schont die Betriebsrente nicht, im Gegenteil, da darf man den vollen Satz dafür bezahlen.
Man sollte aber auch sehen, dass das alles nur den aktuellen Stand abbildet. Die Politik wird früher oder später gezwungen sein, in allen vier Zweigen der Sozialversicherungen einschneidende Änderungen vorzunehmen. Daher ist nicht absehbar, wie die Spielregeln in 2, 5 oder 10 Jahren aussehen werden. Mit mehr Schulden wird man die Probleme nicht mehr lange zuschütten können.
Re: Familienversicherung ab 01.01.2026 für langjährig PKV-Versicherte über 55 Jahre
Du fasst es gut zusammen . Zurück in die GKV zu wechseln kann viele Gründe haben: Einkommenseinbußen, Familie, Jobverlust oder schlicht unzureichende Planung. Der Basistarif kann helfen, Beiträge zu deckeln, aber hat seine Grenzen. Wer clever in die drei Säulen der Altersvorsorge investiert hat, spürt den Unterschied PKV/GKV weniger. Das wirkliche Problem ist die Zukunft: Regeln und Finanzierung können sich durch Politik ändern, daher ist nichts für 5-10 Jahre festgelegt.
Re: Familienversicherung ab 01.01.2026 für langjährig PKV-Versicherte über 55 Jahre
PKVLaie hat geschrieben:Einige hier wollen scheinbar unbedingt in die GKV zurück.
Aber selbst wenn das in der Konstellation Familienversicherung möglich sein sollte, in der KVdR wird man nicht landen.
Wie attraktiv ist das denn dann wirklich?
Man zahlt ja dann Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungsbeiträge auf Rente, Betriebsrente, und auch auf andere Einnahmen wie Mieten, Zinsen, Dividenden.
Wenn ich das jetzt mit dem Standardtarif in der PKV vergleiche, der oft bei 200 - 300 EUR liegt, dann kann das ja nur bei sehr geringen Gesamteinnahmen attraktiv sein.
Und man ist dann natürlich wieder der Willkür der Politiker hinsichtlich Leistungseinschränkungen, Kontaktgebühren oder was auch immer ausgeliefert.
Such Dir mal Ärzte, die das abrechnen wollen, so einfach ist das nicht. Zudem greift bei denen, die in gesetzliche zurück gehen, die Alterrückstellung. Das Ganze ist nicht unbedingt billiger, aber wesentlich einfacher abzurechnen und man kann seine ganzen privaten Dinge wie Einbettzimmer Chefarzt und Ähnliches behalten
Re: Familienversicherung ab 01.01.2026 für langjährig PKV-Versicherte über 55 Jahre
Nicht bei allen Versicherern ist die Umwandlung in eine Zusatzversicherung ein in den Bedingungen aufgeführtes Recht des Versicherten.
Re: Familienversicherung ab 01.01.2026 für langjährig PKV-Versicherte über 55 Jahre
RolandPKV hat geschrieben:Nicht bei allen Versicherern ist die Umwandlung in eine Zusatzversicherung ein in den Bedingungen aufgeführtes Recht des Versicherten.
Ok, war mir nicht bekannt…ich kann eh nur bis August 27 mit der Familienversicherung warten, habe aber wenig Hoffnung
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