PKV Kosten eines Standardtarifs

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PKVLaie
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Re: PKV Kosten eines Standardtarifs

Beitragvon PKVLaie » 14.08.2026, 01:54

Ystader hat geschrieben:
Ystader hat geschrieben:Danke, daß es einen Ombudsmann für PKV-Mitglieder gibt, wußte ich nicht.


Ein Jahr ist vergangen und leider hat der Weg über den Ombudsmann nicht funktioniert. Das heißt also, ein Wechsel in den Standardtarif, wie weiter oben schon beschrieben (Angebot angefragt und erhalten), ist die einzig mögliche Alternative.

Wie verhält es sich mit dem zehnprozentigen gesetzlichen Zuschlag; wird er im Standardtarif nicht erhoben, oder fällt er mit 60, wie bei normalen Tarifen, weg? Wie verhält es sich mit der Altersrückstellung (PKV Eintritt, jetzt 58); dämpft diese ab 65 auch die Beitragssteigerung im Standardtarif wie einen normalen Tarif?


Mich würde wirklich sehr interessieren, wie das mit dem Ombudsmann ablief.
Ich nehme an, du hast versucht, über ihn den Risikozuschlag zu reduzieren. Und du kannst ja nachweisen, das sich die zugrundeliegenden Laborwerte normalisiert haben.
Wie lief das ganze denn ab, wie ging er damit um, warum hat das nicht geklappt?

Was deine Fragen anbelangt:
Im ausgewiesenen Betrag zum Standardtarif sollte der 10-prozentige gesetzliche Zuschlag enthalten sein. Der fällt ab 60 weg, und wird ab 65 zur Stabilisierung verwendet.

Was die Leistungen im Standardtarif anbelangt, muss man m.E. zwei grundsätzliche Aspekte unterscheiden.

1. Der Leistungskatalog lehnt sich an die GKV an. Konkretes Beispiel: Ich bekomme zur Zeit Stosswellenbehandlung wegen Problemen in einem Fuß. Sowas wird von der PKV in der Regel bezahlt, von der GKV (außer für Fersensporn) eher nicht.
2. Bei den erstattungsfähigen Leistungen ist der Faktor für ärztliche Behandlung auf 1,8 begrenzt. Normale PKV Tarife zahlen zumindest bis 2,3, teilweise 3,5. Wobei 3,5 eine - allerdings kurze - Begründung erfordert.
Da muss man also mit den Ärzten verhandeln, oder einen Teil selbst bezahlen.

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Re: PKV Kosten eines Standardtarifs

Beitragvon Ystader » 16.08.2026, 21:50

PKVLaie hat geschrieben:Mich würde wirklich sehr interessieren, wie das mit dem Ombudsmann ablief.


Sehr komplex und hier kaum darstellbar. Es lief auf kostspielige Gutachten und einen hohen Zeitaufwand hinaus. Ich hätte es besser gleich sein lassen sollen. Abgehakt.

Wenn der Standardtarif ungefähr dem Leistungsspektrum der GKV entspricht, wäre ich zufrieden, denn wenn ich den jetzigen Beitrag bis 67 hochrechne (Inflation, Kostensteigerungen seit 1995 gemittelt), läge ich bei ca. €1.286 pro Monat. Die Stiftung Warentest hat eine Übersicht https://www.test.de/PKV-Standardtarif-B ... 8-5883854/ und ich werde mir das Angebot für den Standardtarif genau durchlesen.

Was Zuzahlungen angeht - ich mußte in den letzten 30 Jahren ohnehin schon nicht unbeträchtlich zuzahlen (Gleitsichtbrille, Zahnimplantat, besondere OP-Methode zur Herrichtung einer zertrümmerten Schulter). Vielleicht frage ich mal Hausarzt, Zahnarzt, und Internist, ob die mich auch mit Faktor 1,8 noch weiter behalten würden ; )

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Re: PKV Kosten eines Standardtarifs

Beitragvon Chrischan » 17.08.2026, 22:15

Hier findest du die genauen Leistungen des Standardtarifs: https://www.privat-patienten.de/fileadm ... AVB-ST.pdf

Wo liegt denn dein jetziger Beitrag? Bei 1.286 € / Monat, von welchem Jahr sprechen wir da? Wenn das in 10 Jahren oder noch später ist, sehe ich das ganz und gar nicht dramatisch. Die 1.286 € sind ja heute in etwa gerade mal der GKV-Höchstbeitrag... Nicht vergessen, deine Altersabsicherung steigt ja auch. Das Problem sehe ich hier - wie oft - nicht daran, dass der Beitrag ganz nüchtern nicht zu hoch ist, sondern das Einkommen bzw. die Altersabsicherung. Individuell gemessen am geringen Einkommen (und hier liegt das eigentliche Problem, ehemaliger Selbständiger ohne ausreichende Altersvorsorge?) ist er natürlich hoch für die Betroffenen, aber eben nicht mal GKV-Höchstbeitrag, was der Vergleichswert ist.

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Re: PKV Kosten eines Standardtarifs

Beitragvon Ystader » 20.08.2026, 23:37

Chrischan hat geschrieben:Wo liegt denn dein jetziger Beitrag?

Weiter oben im Thread, ca. 800 im Monat.

Chrischan hat geschrieben:Bei 1.286 € / Monat, von welchem Jahr sprechen wir da?

Siehe oben, wenn ich 67 bin (jetzt 58).

Bei zu erwartender Rente mit 67 von ca. €1.800 wird das schwierig, daher meine Evaluation des Standardtarifs der Halleschen.

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Re: PKV Kosten eines Standardtarifs

Beitragvon Racer76 » 22.08.2026, 12:37

Das Thema Reduzierung/Streichung des Risikozuschlags hatte ich auch schon, allerdings ohne Ombudsmann. Dies lief auch auf nicht günstige Gutachten raus. Nach tiefergehenden Recherchen auf meinen Fall bezogen habe ich das dann nicht mehr weiterverfolgt, da die Aussichten auf Erfolg sehr mäßig wären. Und bei 7% Zuschlag überlegt man da eh doppelt.

@Ystader: wenn du aktuell 800€ bezahlst, sehe ich persönlich wenig Gründe, jetzt sofort in den Standardtarif zu wechseln. Denn du wirst (oder habe ich da etwas überlesen?) aktuell wohl nicht deutlich günstiger wegkommen und hast aber weniger Leistungen. Warum nicht dann handeln, wenn es wirklich spruchreif wird?

Mit 1.800€ Bruttorente wird es aber auch im Standardtarif schwierig werden, da dieser sich vermutlich in dem Alter schnell an den Höchstwert angleichen wird...

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Re: PKV Kosten eines Standardtarifs

Beitragvon Chrischan » 23.08.2026, 23:09

Ich sehe hier die Problematik wie geschrieben darin begründet, dass die Alterseinkünfte einfach zu gering sind. Der KV-Beitrag ist an sich nicht hoch, den kann man sich bei "normaler" Altersvorsorge leisten (also bspw. als eine Person, die das Erwerbsleben über der JAEG verdient hat und in der PKV war). Ich nehme an, du warst / bist selbständig und deine Einkünfte liegen / lagen unter der JAEG (ist ein guter Richtwert auch für Selbständige, ab dem sie erst über einen PKV-Wechsel nachdenken sollten, eher noch etwas mehr als Puffer), @Ystader?!?

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Re: PKV Kosten eines Standardtarifs

Beitragvon Racer76 » 28.08.2026, 17:46

Chrischan hat geschrieben:Ich sehe hier die Problematik wie geschrieben darin begründet, dass die Alterseinkünfte einfach zu gering sind. Der KV-Beitrag ist an sich nicht hoch, den kann man sich bei "normaler" Altersvorsorge leisten (also bspw. als eine Person, die das Erwerbsleben über der JAEG verdient hat und in der PKV war). Ich nehme an, du warst / bist selbständig und deine Einkünfte liegen / lagen unter der JAEG (ist ein guter Richtwert auch für Selbständige, ab dem sie erst über einen PKV-Wechsel nachdenken sollten, eher noch etwas mehr als Puffer), @Ystader?!?


Ja, die Alterseinkünfte sind auf jeden Fall zu niedrig, um sich in seiner Rente die PKV leisten zu können - egal ob im Standard- oder Normaltarif. Bei einer Bruttorente (ich gehe von den Schilderungen davon aus, dass es keine weiteren Einkünfte oder Vermögen gibt) von 1.800€ bekommt man auf Antrag einen Zuschuss zur PKV und PPV von um die 200€ im Monat. Nach Abzug der Steuern bleiben vielleicht noch 1.900€ netto übrig. Wenn sich dann der Standardtarif im Alter schnell dem Maximalbeitrag von ca. 1.260€ für PKV und PPV nähert, bleiben noch 640€ im Monat für Miete, Strom, Heizung, Essen usw.
Aber selbst wenn man ein Leben lang an oder über der BBG verdient hat, kann es ohne weitere Einnahmen z.B. aus Betriebsrente oder anderen Vermögen schnell eng werden (wenn man z.B. noch Miete zahlen muss).

@Ystader: du hast leider vor ca. 4 Jahren den "Exit" in die GKV verpasst. Bleibt die Überlegung, vor der Rente den Wohnsitz in ein "günstiges" anderes Land zu verlegen.

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Re: PKV Kosten eines Standardtarifs

Beitragvon PKV_Abwägender » 28.08.2026, 23:26

Racer76 hat geschrieben
Bei einer Bruttorente (ich gehe von den Schilderungen davon aus, dass es keine weiteren Einkünfte oder Vermögen gibt) von 1.800€ bekommt man auf Antrag einen Zuschuss zur PKV und PPV von um die 200€ im Monat.


Äh, wie jetzt, wieder neue Geschichten aus dem P……..?

Also, meine Sachbearbeiter von der Rentenversicherung geben mir einen Zuschuss zur PKV, aber doch nicht zur PPV. Die PPV kann ich als Vorsorgeleistung zwar von der Steuer absetzen, aber als Rentner kriege ich hierfür keinen Zuschuss. In den Paulanergarten kommen die vom DRV-Bund halt auch nicht, wo man mal drüber reden könnte.

Insofern - ohne PPV-Zuschuss - würde ich für eine 1.800,- € Bruttorente auch nicht „um die 200,- €“ Zuschuss bekommen, sondern nicht mal ganz 160,- € (für die PKV).

O.k.; o.k.; im weitesten Schluck, äh Sinn, sind das dann ganz groß aufgerundet 200,- €. Ich bin ja gar nicht so. Erstmal Prösterchen.

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Re: PKV Kosten eines Standardtarifs

Beitragvon PKVLaie » 29.08.2026, 00:13

Ich denke ehrlich gesagt das der Standardtarif hier zu negativ gesehen wird.
Er wurde ystader für €484,65 abgeboten.
Wir haben hier alle keine Glaskugel. Aber auch wenn der Standartarif - wie viele PKV Tarife - in den letzten Jahren stark gestiegen ist, so waren es seit Auflegung etwa 3,5 % pro Jahr.
Er wird ja Brancheneinheitlich kalkuliert, insofern passt das gut zu Angaben die der PKV Verband zu durchschnittlichen Steigerungen macht.
Und er ist auch nicht auf 1260 EUR gedeckelt, sondern aktuell auf 848,62 Euro. Das liegt daran, dass - anders als beim Basistarif - der Zusatzbeitrag der GKV außen vor bleibt.
Dazu kommt natürlich noch die PPV. Die bleibt in der Höhe wie sie jetzt auch ist.

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Re: PKV Kosten eines Standardtarifs

Beitragvon Racer76 » 29.08.2026, 09:40

PKV_Abwägender hat geschrieben:Äh, wie jetzt, wieder neue Geschichten aus dem P……..?

Also, meine Sachbearbeiter von der Rentenversicherung geben mir einen Zuschuss zur PKV, aber doch nicht zur PPV. Die PPV kann ich als Vorsorgeleistung zwar von der Steuer absetzen, aber als Rentner kriege ich hierfür keinen Zuschuss. In den Paulanergarten kommen die vom DRV-Bund halt auch nicht, wo man mal drüber reden könnte.

Insofern - ohne PPV-Zuschuss - würde ich für eine 1.800,- € Bruttorente auch nicht „um die 200,- €“ Zuschuss bekommen, sondern nicht mal ganz 160,- € (für die PKV).

O.k.; o.k.; im weitesten Schluck, äh Sinn, sind das dann ganz groß aufgerundet 200,- €. Ich bin ja gar nicht so. Erstmal Prösterchen.


Schon wieder eine sehr sachliche Ergänzung, vielen Dank. Da werde ich wohl zukünftig ganz exakt formulieren müssen, um nicht wieder in den Biergarten geschickt werden zu müssen.

Ich wollte Ystader hier nur mal eine ganz grobe Übersicht aufzeigen. Die PPV habe ich nur erwähnt, da diese oft übersehen wird. Also präzisiere ich meine Aussage zu: "du musst neben der PKV auch die PPV bezahlen und bekommst ausschließlich zur PKV einen Zuschuss von der DRV'". Jetzt besser?

Und ja, die um die 200€ war jetzt mal grob überschlagen. Wir können gerne hier auch weiter sinnieren, in welcher Steuerklasse Ystader ist und ihm eine genaue Steuererklärung erstellen.

Meine Kernaussage ist, dass das in der Rente eine sehr knappe Kiste wird. @PKVLaie hat Recht, ich war versehentlich gedanklich beim Basistarif. Dennoch werden @Ystader am Ende wohl nicht deutlich mehr als 1.000€ zum Leben bleiben.


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