Bei mir liegt folgende Situation vor: ich bin aktuell 57 Jahre alt, seit dem 30 Lebensjahr bin ich in der PKV versichert. Vor 3 Jahren, also im Alter von 54 Jahren, bin ich wegen einer kurzen Teilzeitphase unter die Versicherungspflichtgrenze gefallen und war deswegen in 2023 in der GKV pflichtversichert. Während dieser Zeit habe ich eine (kleine) Anwartschaft auf die PKV gehalten und bin seit 2024 wieder in der PKV versichert. Nun werde ich bald in Altersteilzeit gehen und mein Gehalt wird deswegen wieder unter die Versicherungspflichtgrenze fallen. Da ich 2023, also innerhalb der letzten 5 Jahre, in der GKV pflichtversichert war, muss ich wohl wieder in die GKV zurück, obwohl ich mittlerweile > 55 Jahre alt bin. Ich möchte jedoch meine PKV-Versicherung nicht aufgeben, weil ich in der GKV nur in der freiwilligen Versicherung wäre und deswegen auch Beiträge auf Kapitalerträge zahlen müsste und ggf. sogar auf das Einkommen meines Mannes, der in der PKV versichert ist und es wohl auch immer bleiben wird. Allerdings dauert die Altersteilzeit 6 Jahre und es wäre für mich nur möglich (und wahrscheinlich auch sinnvoll), eine kleine Anwartschaft zu finanzieren. Dabei bleiben zwar die Rückstellungen erhalten, aber das Einstiegsalter nach dem Rückkehr in die Anwartschaft läge dann bei 63 Jahren. Das soll deutlich negative Auswirkungen auf die Prämie haben, nur leider habe ich keine Ahnung, in welcher Höhe und wieviel und wie ich das herausfinden könnte (außer durch einfach ausprobieren und in 6 Jahren schauen, wie es sich dann verhält...).
Wo könnte ich mehr Informationen dazu herausfinden oder weiß hier jemand mehr dazu? Gerne würde ich auch Eure ggf. alternativen Vorschläge für meine Situation hören.
Auswirkungen Anwartschaft auf PKV-Prämie
Moderatoren: Rossi, Czauderna, Frank
Re: Auswirkungen Anwartschaft auf PKV-Prämie
Das ist ohne Kenntnis des Tarifs und der Tarifbeitragstabelle nicht hervorzusagen. Und auch können sich die Beiträge zwischen Beginn der Anwartschaft und Wiederaufnahme des Tarifs durch Beitragsanpassungen ändern.
Prinzipiell bin ich eher Freund der kleinen Anwartschaft. Die Differenz zwischen kleiner und großer Anwartschaft sind die tariflichen Altersrückstellungen - während der Anwartschaft wären diese ohne Arbeitgeberzuschuss zu zahlen. Private Geldanlage ist jedoch die sinvollere Alternative.
Wenn man einmal mit der PKV begonnen hat, macht es nicht viel Sinn weiter über das Konzept Eintrittsalter, bzw. "neues" Eintrittsalter zu sprechen. Du hast Altersrückstellungen und diese werden durch die kleine Anwartschaft konserviert, aber nicht weiter aufgebaut. Wenn du nun 6 Jahre in kleiner Anwartschaft verweilst und dann den Tarif wieder aufnimmst, ist der Unterschied ggü. durchgehender Versicherung in etwa wie wenn du damals 6 Jahre später in die PKV eingestiegen wärst. Also irgendwas im Rahmen 40-100 EUR, je nach Tarif. Das ist aber trotzdem viel Glaskugellesen.
Prinzipiell bin ich eher Freund der kleinen Anwartschaft. Die Differenz zwischen kleiner und großer Anwartschaft sind die tariflichen Altersrückstellungen - während der Anwartschaft wären diese ohne Arbeitgeberzuschuss zu zahlen. Private Geldanlage ist jedoch die sinvollere Alternative.
Wenn man einmal mit der PKV begonnen hat, macht es nicht viel Sinn weiter über das Konzept Eintrittsalter, bzw. "neues" Eintrittsalter zu sprechen. Du hast Altersrückstellungen und diese werden durch die kleine Anwartschaft konserviert, aber nicht weiter aufgebaut. Wenn du nun 6 Jahre in kleiner Anwartschaft verweilst und dann den Tarif wieder aufnimmst, ist der Unterschied ggü. durchgehender Versicherung in etwa wie wenn du damals 6 Jahre später in die PKV eingestiegen wärst. Also irgendwas im Rahmen 40-100 EUR, je nach Tarif. Das ist aber trotzdem viel Glaskugellesen.
Re: Auswirkungen Anwartschaft auf PKV-Prämie
Hallo Sariko, danke für Deine Antwort. Ich bin aktuell bei der Halleschen im Tarif NK.4 (bisex) mit 3000 Euro Selbstbeteiligung versichert. Der monatliche Beitrag inkl. PKV beträgt aktuell 531 Euro. Helfen diese Informationen weiter, meine Situation zu beurteilen? Ich habe weder eine Vorstellung davon, ob das viel oder wenig ist und schon gar nicht, wie die Entwicklung weitergehen könnte. Wenn ich einfach linear weiter erhöhe in dem Maße, wie es in den letzten Jahren der Fall war, wird die PKV sehr schnell unbezahlbar.
Re: Auswirkungen Anwartschaft auf PKV-Prämie
M.W. kann man sich von der Versicherungspflicht befreien lassen, wenn man schon in der PKV ist und die Beitragsgrenze unterschreitet.
Das erscheint mir auch als der beste Weg, wenn Sie in der PKV bleiben wollen.
Das erscheint mir auch als der beste Weg, wenn Sie in der PKV bleiben wollen.
Re: Auswirkungen Anwartschaft auf PKV-Prämie
Das geht leider nur andersrum, wenn die Jahresarbeitsentgeltgrenze das eigene Gehalt einholt. Wenn man jedoch sein Gehalt reduziert (sei es durch Teilzeit, durch eine neue BAV etc.), geht das nicht.
@Aflower: Ich habe keine andere Lösung, außer es drauf ankommen zu lassen (also kleine Anwartschaft und dann später schauen ob Wiederaufnahme der PKV oder Verbleib in der GKV sinnvoller erscheinen - zu dem Zeitpunkt kann die Hallesche dir dann auch den neuen Beitrag nennen inkl. der Beitragsanpassungen in den 6 Jahren). An deiner Stelle würde ich die Frage noch in anderen Foren und/oder bei Reddit stellen (falls nicht bereits getan). Dort tummeln sich auch Versicherungsberater.
Die letzten Jahre hatten viele PKV Tarife größere Steigerungsraten, dein Beitrag ist ja noch im Rahmen (auch mit der Selbstbeteiligung). Die hohe Selbstbeteiligung macht es allerdings schwer, später noch mit Tarifumstellungen zu optimieren, falls der Beitrag deines Tarifs mal stärker steigt als andere.
@Aflower: Ich habe keine andere Lösung, außer es drauf ankommen zu lassen (also kleine Anwartschaft und dann später schauen ob Wiederaufnahme der PKV oder Verbleib in der GKV sinnvoller erscheinen - zu dem Zeitpunkt kann die Hallesche dir dann auch den neuen Beitrag nennen inkl. der Beitragsanpassungen in den 6 Jahren). An deiner Stelle würde ich die Frage noch in anderen Foren und/oder bei Reddit stellen (falls nicht bereits getan). Dort tummeln sich auch Versicherungsberater.
Die letzten Jahre hatten viele PKV Tarife größere Steigerungsraten, dein Beitrag ist ja noch im Rahmen (auch mit der Selbstbeteiligung). Die hohe Selbstbeteiligung macht es allerdings schwer, später noch mit Tarifumstellungen zu optimieren, falls der Beitrag deines Tarifs mal stärker steigt als andere.
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